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Osternacht online

Herzliche Einladung zur Osternachtfeier online - Von der Angst zum Vertrauen.

Wir vereinbaren uns wie in allen Jahren um 6 Uhr in der Frühe. Diesmal vor unseren Computern.

Gemeinsam und jeder bei sich erleben wir den Ostermorgen. Gemeinsam lesen, singen und beten.

  1. Die Glocken der Stephanuskirche läuten zur Osternacht

 

Wir feiern diese Osternacht im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

 

Willkommen zur Andacht in der Osternacht. Wir kommen aus dem Dunkel der Passionszeit und gehen hoffnungsvoll auf das Licht des Ostermorgens zu. Wir sehen die Angst und Verzagtheit Jesu und doch wächst auch das Vertrauen, dass das Leben stärker ist als der Tod und die Hoffnung schon wächst, wenn alles noch in Dunkelheit liegt.

 

Lied: Korn, das in die Erde

https://www.youtube.com/watch?v=54HyDvOFa7g

 

1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt.
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
 

2. Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
Wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.
 

3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
Unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn –
Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün.

 

Wir lesen in Markus 14:

32 Und sie kamen zu einem Garten mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen Jüngern: Setzt euch hierher, bis ich gebetet habe.

33 Und er nahm mit sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen

34 und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrübt bis an den Tod; bleibt hier und wachet!

35 Und er ging ein wenig weiter, fiel nieder auf die Erde und betete, dass, wenn es möglich wäre, die Stunde an ihm vorüberginge,

36 und sprach: Abba, Vater, alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!

37 Und er kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?

 

Gedanken zum Text:

Das besondere am christlichen Glauben ist die Menschwerdung Gottes in Jesus. In ihm begegnet uns Gott. Das Menschliche, das Jesus durchlebt von seiner Geburt bis zum Tod ist somit von Gott durchdrungen.

Das heißt auch, dass alles was Jesus im Garten Getsemane erlebt, die Angst, das Zweifeln und die Einsamkeit mit Gott geschieht. Das heißt auch, dass unsere Angst und unsere Zweifel und unsere Einsamkeit nicht ohne Gott ist. Das gilt noch weiter, bis in den Tod. Es gibt nichts Menschliches, in dem sich Gott nicht finden lässt.

 

Wir lesen in Markus 16:

1 Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben.

2 Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging.

3 Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür?

4 Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.

5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.

6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.

7 Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingeht nach Galiläa; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.

 

Gedanken zum Text:

Die Frauen suchen Jesus, sie suchen seine Nähe. Obwohl sie nicht wissen, wie sie den Stein, der vor das Grab Jesu gesetzt wurde überwinden sollen. Diese Frauen sind Vorbilder in Sachen Vertrauen. Sie gehen los. Sie trauern, sie hoffen, sie geben nicht auf.

Was sie erleben ist die Gegenwart des Auferstandenen. Sie erleben das Dasein Gottes über den Tod hinaus. Aus der Angst wächst Vertrauen. Aus dem Vertrauen wächst Verantwortung. Geht und berichtet, geht und lebt aus diesem Vertrauen.

Die Osterkerze ist Symbol für die Auferstehung Jesu:

 

Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!

Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!

 

Lied: Christ ist erstanden

https://www.youtube.com/watch?v=mEEztNHqokk

 

1. Christ ist erstanden

von der Marter allen.

Des sollen wir alle froh sein,

Christ will unser Trost sein.

Kyrieleis.
 

2. Wär er nicht erstanden,
die Welt, die wär vergangen,
seit daß er erstanden ist,
so loben wir den Herrn Jesu Christ.
Kyrieleis.

 

Gebet:

Gott, wir können heute nicht in unserer Kirche im vertrauten Chor zusammen deine Auferstehung feiern. Wir können aber gemeinsam beten:

Gott, wir haben Angst, vor der Krankheit und dass Menschen, die uns viel bedeuten leiden müssen. Wir haben Angst vor den Folgen, die der Shutdown für uns alle haben wird.

Wir bitten dich, lass Vertrauen wachsen. Lass uns unseren Teil zum gemeinsamen Kampf mit diesem Virus beitragen. Lass uns Verantwortung übernehmen - jeder und jede an seinem/ihren Platz.

Wir danken dir für die Menschen, die an der Front für uns da sind, in Krankenhäusern, in Altenheimen, in der Versorgungskette. Gib ihnen Kraft für ihre Aufgabe und bewahre sie bei all ihrem Tun.

Gott, schenke uns Vertrauen in die Kraft deiner Auferstehung in der Angst, in der Verzagtheit, in der Einsamkeit und über den Tod hinaus.

Amen

Wir können auch nicht in gewohnter Weise in einem Lichterzug um unsere schöne Kirche gehen, aber wir können eine Osterhoffnungslicht anzünden und singen gemeinsam:

 

Lied: Laudate omnes gentes

https://www.youtube.com/watch?v=lbb-kaurSW0

 

Gott segne dich und behüte dich.

Gott lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.

Gott erhebe sein Angesicht auf dich

Und gebe dir seinen Frieden.

 

Frohe und gesegnete Ostern!

Bibel

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Ich weiß wohl, es ist so: Wie könnte ein Mensch recht behalten gegen Gott. Hat er Lust, mit ihm zu streiten, so kann er ihm auf tausend nicht eines antworten.

Hiob 9,2.3

Der Schriftgelehrte sprach zu Jesus: Ja, Meister, du hast recht geredet! Er ist einer, und ist kein anderer außer ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Da Jesus sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes.

Markus 12,32-34


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